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Lidar in der Straßenerfassung: Was Laserscanning leistet

Lidar (Light Detection and Ranging) misst per Laser Millionen Entfernungen und erzeugt daraus eine dichte 3D-Punktwolke des Straßenraums. Es liefert exakte Geometrie für Höhen, Breiten, Profile und Bestandsvermessung - unabhängig von Lichtverhältnissen und, mobil eingesetzt, im laufenden Verkehr.

Was ist Lidar?

Lidar steht für Light Detection and Ranging. Ein Laserscanner sendet kurze Lichtimpulse aus und misst über deren Laufzeit die Entfernung zu Objekten. Aus Millionen solcher Einzelmessungen entsteht eine dichte, dreidimensionale Punktwolke der Umgebung. Weil Lidar aktiv misst, ist es weitgehend unabhängig von den Lichtverhältnissen und liefert auch bei Dunkelheit belastbare Geometrie.

Wie Laserscanning die Straße erfasst

In der Straßenerfassung wird Lidar meist mobil eingesetzt: Der Scanner ist auf einem Fahrzeug montiert und nimmt während der Fahrt auf. Über GNSS und eine inertiale Messeinheit wird jede Messung genau verortet. So entsteht im Vorbeifahren eine verortete Punktwolke von Fahrbahn, Ausstattung, Bauwerken und Umgebung - ohne die Strecke sperren zu müssen.

Was Lidar liefert

Die Stärke von Lidar ist die exakte Geometrie. Typische Ergebnisse und Anwendungen sind:

  • dichte 3D-Punktwolke des Straßenraums
  • Höhen und Breiten, etwa Durchfahrtshöhen und Lichtraumprofile
  • Quer- und Längsneigungen sowie Profile
  • Grundlage für Bestandsvermessung und Bauwerksdaten

Lidar und Bilddaten zusammen

Lidar beantwortet die Frage nach der Geometrie, Bilddaten die nach dem sichtbaren Zustand. Deshalb werden bei Befahrungen häufig beide gemeinsam erfasst: Am Bild wird ein Objekt erkannt, in der Punktwolke wird es vermessen. In einer gemeinsamen Oberfläche laufen beide Datenarten verortet zusammen.

Genauigkeit und Grenzen

Die erreichbare Genauigkeit hängt von Sensor, Verortung und Erfassungsverfahren ab und reicht bei mobilen Systemen in den Zentimeterbereich. Entscheidend sind eine präzise Positionslösung und eine saubere Nachbearbeitung. In Bereichen mit schlechtem GNSS-Empfang stützt die Inertialmessung die Verortung.

Häufige Fragen

Was ist Lidar?

Lidar (Light Detection and Ranging) ist ein Verfahren, das per Laser Entfernungen misst und daraus eine dichte 3D-Punktwolke erzeugt. Es liefert exakte Geometrie und ist als aktives Messverfahren weitgehend unabhängig von den Lichtverhältnissen.

Wie funktioniert Laserscanning bei der Straßenerfassung?

Ein Laserscanner, meist auf einem Fahrzeug montiert, sendet während der Fahrt Lichtimpulse aus und misst deren Laufzeit. Über GNSS und Inertialmessung wird jede Messung verortet, sodass eine verortete Punktwolke des Straßenraums entsteht.

Was kann man mit Lidar-Daten machen?

Höhen und Breiten wie Durchfahrtshöhen und Lichtraumprofile messen, Neigungen und Profile ableiten sowie Bestand und Bauwerke vermessen. Die Punktwolke ist Grundlage für Kataster, Bauwerksdaten und Planung.

Wie genau ist Lidar?

Die Genauigkeit hängt von Sensorik, Verortung und Verfahren ab und reicht bei mobilen Systemen in den Zentimeterbereich. Entscheidend sind eine präzise Positionslösung und eine saubere Nachbearbeitung.

Was ist der Unterschied zwischen Lidar und Bilddaten?

Lidar liefert exakte 3D-Geometrie zum Messen, Bilddaten zeigen den sichtbaren Zustand zum Erkennen und Bewerten. Beide ergänzen sich und werden bei Befahrungen oft gemeinsam erfasst.

TH
Geschäftsführung, M.Eng.

Verbindet Vermessung, Sensorik und Software und begleitet Projekte von der Befahrung bis zum WebClient.

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Aktualisiert am 17.07.2026. Keine Rechtsberatung.

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