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Glossar
Fachbegriffe rund um Erfassung, Prüfung und Auswertung von Infrastrukturdaten, kurz erklärt.
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- 360-Grad-Panorama
- Ein 360-Grad-Panorama ist eine Rundum-Aufnahme, die den gesamten Straßenraum an einem Standort lückenlos abbildet. In der Infrastrukturerfassung erlaubt es, Objekte und Zustände später im Bild zu prüfen und zu vermessen, ohne erneut vor Ort zu fahren.
- 3D-Modell
- Ein 3D-Modell ist eine räumliche digitale Nachbildung von Objekten oder ganzen Umgebungen. In der Infrastrukturerfassung entsteht es aus Punktwolken oder Bilddaten und dient als Grundlage für Analyse, Planung und Visualisierung.
- A
- ALKIS
- ALKIS ist das Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem, das bundeseinheitliche Kataster für Flurstücke und Gebäude in Deutschland. Als amtliche Geodatengrundlage lässt es sich mit erfassten Infrastrukturdaten kombinieren.
- Anonymisierung
- Anonymisierung bezeichnet das dauerhafte Unkenntlichmachen personenbezogener Inhalte in Aufnahmen, etwa Gesichter und Kfz-Kennzeichen. Bei der Straßenbefahrung ist sie Voraussetzung für einen DSGVO-konformen Umgang mit Bilddaten und erfolgt in der Regel automatisiert.
- ASB
- Die ASB (Anweisung Straßeninformationsbank) ist das bundeseinheitliche Regelwerk dafür, wie Straßendaten in Deutschland strukturiert, verortet und geführt werden. Sie definiert Netzbezug und Objektarten und macht Bestandsdaten zwischen Verwaltungen vergleichbar und austauschbar.
- Asset-Management
- Asset-Management ist die systematische Verwaltung von Anlagen über den gesamten Lebenszyklus, von der Erfassung bis zur Erhaltung. Bei Infrastruktur stützt es sich auf Bestands- und Zustandsdaten, um Werterhalt und Mitteleinsatz zu steuern.
- ATKIS
- ATKIS ist das Amtliche Topographisch-Kartographische Informationssystem, ein digitales Landschaftsmodell der Vermessungsverwaltung. Es liefert flächendeckende Basisgeodaten, die sich mit Fach- und Bestandsdaten verknüpfen lassen.
- Auflösung
- Auflösung ist die kleinste noch unterscheidbare Detailgröße in Bild- oder Messdaten. Sie bestimmt, wie fein sich Objekte und Schäden aus den Daten erkennen und auswerten lassen.
- autonome Aufnahme
- Eine autonome Aufnahme ist die automatisierte Erfassung von Infrastruktur im laufenden Fahrplan- oder Regelbetrieb, ohne separate Messfahrten. Besonders im ÖPNV lassen sich so Anlagen ohne Streckensperrung und ohne Zusatzaufwand dokumentieren.
- B
- Backup
- Ein Backup ist eine Sicherungskopie von Daten, die vor Verlust durch Ausfall, Fehler oder Angriff schützt. Beim Hosting von Infrastrukturdaten gehören regelmäßige, geprüfte Backups zu einem sicheren und nachvollziehbaren Betrieb.
- Bahn und Infrastrukturbetreiber
- Bahn- und Infrastrukturbetreiber verwalten sehr große Netze und Datenmengen mit hohen Verfügbarkeitsanforderungen. STRADIS erfasst diese Anlagen, hält frühere Datenstände historisch verfügbar und macht die Daten für viele Nutzer dezentral im Browser zugänglich.
- Baulastträger
- Ein Baulastträger ist der öffentliche Träger, der für Bau, Unterhaltung und Verkehrssicherheit einer Straße zuständig ist, etwa Bund, Land, Kreis oder Kommune. Aus dieser Zuständigkeit ergibt sich die Pflicht, Zustand und Bestand nachweisbar zu dokumentieren.
- Bauwerke und Brücken
- Bauwerke und Brücken sind prüf- und beobachtungspflichtige Ingenieurbauwerke im Zuge von Verkehrswegen. STRADIS ergänzt die turnusmäßigen Prüfungen nach DIN 1076 durch Sensorik und Langzeitbeobachtung, um Veränderungen früh zu erkennen.
- Bauwerksmonitoring
- Bauwerksmonitoring ist die kontinuierliche sensorische Überwachung von Bauwerken zwischen den turnusmäßigen Prüfungen. Es erfasst Messgrößen wie Bewegung oder Rissbreite laufend und meldet Grenzwertüberschreitungen, sodass sich Trends früh erkennen lassen.
- Bauwerksprüfung
- Eine Bauwerksprüfung ist die wiederkehrende, geregelte Prüfung von Ingenieurbauwerken auf Standsicherheit, Verkehrssicherheit und Dauerhaftigkeit. Für Bauwerke an Straßen und Wegen richtet sie sich nach der DIN 1076 mit festen Prüfarten und Intervallen.
- Befahrung
- Eine Befahrung ist die systematische Abfahrt eines Straßen- oder Gleisnetzes zur Erfassung von Zustand, Lage und Ausstattung. Kameras und Sensoren nehmen dabei den Verkehrsweg auf und liefern eine zuordenbare, wiederholbare Datengrundlage.
- Bestandsdaten
- Bestandsdaten dokumentieren den Ist-Zustand der Infrastruktur nach Lage, Art und Zustand. Sie sind die Grundlage für Unterhaltung, Erhaltungsplanung und den Nachweis der Verkehrssicherungspflicht und müssen laufend fortgeführt werden.
- Beweissicherung
- Beweissicherung ist die Dokumentation eines Zustands mit Bild, Ort und Datum als späterer Nachweis. In Bau- und Infrastrukturprojekten dient sie etwa bei Abnahmen, Schäden und Haftungsfragen als belastbarer Beleg.
- Blitztechnik
- Blitztechnik bezeichnet eine abgestimmte Beleuchtung, die auch bei schwierigem Licht gleichmäßige, auswertbare Aufnahmen ermöglicht. Bei der Erfassung in Tunneln oder Unterführungen sichert sie eine konstante Bildqualität ohne Schattenverlust.
- Bordstein
- Ein Bordstein ist die Randbegrenzung zwischen Fahrbahn und Nebenanlagen. Als Teil der Straßenausstattung wird er im Bestand erfasst, etwa für Barrierefreiheit und Entwässerung.
- Böschung
- Eine Böschung ist eine geneigte Geländefläche neben dem Verkehrsweg. Sie ist häufig sicherungs- und pflegerelevant und wird im Bestand mit erfasst.
- Bundesautobahn
- Eine Bundesautobahn ist eine kreuzungsfreie Fernstraße in der Baulast des Bundes, ausgelegt für schnellen Kraftfahrzeugverkehr. Sie gehört mit den Bundesstraßen zu den Bundesfernstraßen und unterliegt bundeseinheitlicher Erfassung und Zustandsbewertung.
- Bundesfernstraßen
- Bundesfernstraßen sind die Bundesautobahnen und Bundesstraßen, für die der Bund die Baulast trägt. Ihre Erfassung und Zustandsbewertung erfolgt nach bundeseinheitlichen Vorgaben, etwa der ASB und der ZEB.
- Bundesstraße
- Eine Bundesstraße ist eine überörtliche Fernstraße in der Baulast des Bundes, die dem weiträumigen Verkehr dient. Zusammen mit den Bundesautobahnen bildet sie die Bundesfernstraßen.
- D
- Datenbank
- Eine Datenbank ist ein strukturierter Speicher, der Fach- und Bestandsdaten durchsuchbar und auswertbar hält. In einem Infrastruktur-Informationssystem verknüpft sie Bild, Karte und Sachdaten und bildet die Grundlage für Abfragen und Auswertungen.
- Datenqualität
- Datenqualität beschreibt, wie vollständig, korrekt, aktuell und für den Zweck geeignet Daten sind. Bei Infrastrukturdaten entscheidet sie darüber, ob sich Bestände zuverlässig auswerten und rechtssicher für Entscheidungen nutzen lassen.
- Deckenerneuerung
- Deckenerneuerung ist die Erneuerung der oberen Fahrbahnschichten, um den Zustand einer Straße wiederherzustellen. Sie ist eine typische Erhaltungsmaßnahme, deren Bedarf sich aus Zustandsdaten wie Ebenheit und Substanzwert ableiten lässt.
- DGM
- Ein DGM (digitales Geländemodell) ist die digitale Darstellung der Erdoberfläche ohne Bebauung und Bewuchs. Es dient als Höhengrundlage für Analysen zu Gefälle, Entwässerung und Planung.
- Digitaler Zwilling
- Ein digitaler Zwilling ist ein aktuelles, verknüpftes digitales Abbild realer Infrastruktur. Sein Nutzen für Analyse und Planung steht und fällt mit der Qualität und Aktualität der zugrunde liegenden Daten.
- DIN 1076
- Die DIN 1076 ist die deutsche Norm zur Überwachung und Prüfung von Ingenieurbauwerken im Zuge von Straßen und Wegen. Sie legt Prüfarten und Intervalle fest, unter anderem die Hauptprüfung alle sechs und die einfache Prüfung alle drei Jahre.
- DSGVO
- Die DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) ist das EU-Recht, das die Verarbeitung personenbezogener Daten regelt. Bei Straßenbildern verlangt sie unter anderem eine Rechtsgrundlage, Zweckbindung und die Anonymisierung erkennbarer Personen und Kennzeichen.
- Durchlass
- Ein Durchlass ist ein kleines Ingenieurbauwerk, das Wasser unter einem Verkehrsweg hindurchführt. Als Teil der Entwässerung wird er im Bestand erfasst und im Rahmen der Bauwerksprüfung kontrolliert.
- E
- einfache Prüfung
- Die einfache Prüfung ist eine Zwischenprüfung von Ingenieurbauwerken nach DIN 1076, in der Regel drei Jahre nach der Hauptprüfung. Sie ist weniger umfangreich als die Hauptprüfung und dient der laufenden Beobachtung zwischen den großen Prüfterminen.
- Entwässerung
- Entwässerung umfasst alle Anlagen, die Wasser vom Verkehrsweg ableiten, etwa Gullys, Rinnen und Durchlässe. Ihre Erfassung und Pflege ist wichtig für Verkehrssicherheit und den Werterhalt der Straßensubstanz.
- Erfassungszyklus
- Ein Erfassungszyklus ist der wiederkehrende Durchlauf, in dem ein Netz erneut aufgenommen wird. Regelmäßige Zyklen halten Bestands- und Zustandsdaten aktuell und machen Veränderungen über die Zeit vergleichbar.
- Erhaltung
- Erhaltung umfasst alle Maßnahmen zum Werterhalt der Infrastruktur, von der laufenden Unterhaltung bis zur Instandsetzung und Erneuerung. Grundlage einer wirtschaftlichen Erhaltung sind vergleichbare Zustandsdaten.
- Erhaltungsbedarf
- Der Erhaltungsbedarf ist der aus dem Zustand abgeleitete Umfang notwendiger Erhaltungsmaßnahmen. Er macht sichtbar, wo Mittel vorrangig einzusetzen sind, und ist die Basis für Priorisierung und Budgetplanung.
- Erhaltungsmanagement
- Erhaltungsmanagement ist die systematische Planung von Maßnahmen zum Werterhalt der Infrastruktur auf Basis von Zustandsdaten. Es hilft, begrenzte Mittel dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen bringen, und den Substanzverlust zu bremsen.
- F
- Fahrbahn
- Die Fahrbahn ist der befestigte, für den Fahrverkehr bestimmte Teil der Straße. Ihr Zustand, etwa Ebenheit, Griffigkeit und Substanz, wird bei der Zustandserfassung gemessen und bewertet.
- Fernstraßen-Bundesamt
- Das Fernstraßen-Bundesamt (FBA) ist eine Bundesoberbehörde für Aufgaben rund um die Bundesfernstraßen. Dazu gehören unter anderem hoheitliche und koordinierende Aufgaben im Umfeld von Netz und Zustandserfassung.
- Fortführung
- Fortführung ist die laufende Aktualisierung der Bestandsdaten nach Baumaßnahmen, Umbauten und anderen Veränderungen. Nur fortgeführte Daten bleiben belastbar und taugen als Grundlage für Unterhaltung und Nachweise.
- G
- Gebrauchswert
- Der Gebrauchswert ist eine Kennzahl für die Nutzbarkeit der Fahrbahn aus Sicht der Verkehrsteilnehmer, etwa hinsichtlich Ebenheit und Griffigkeit. Zusammen mit dem Substanzwert fließt er in die Zustandsbewertung von Straßen ein.
- Georadar
- Georadar (Bodenradar) ist ein zerstörungsfreies Verfahren, das mit elektromagnetischen Wellen den Aufbau unter der Oberfläche sichtbar macht. Es zeigt Schichten, Hohlräume und Einbauten und ergänzt so die sichtbare Zustandserfassung.
- Georeferenzierung
- Georeferenzierung ist die Verknüpfung von Bild- und Messdaten mit einem räumlichen Koordinatensystem. Erst dadurch lassen sich erfasste Objekte eindeutig verorten und mit anderen Geodaten zusammenführen.
- GIS
- Ein GIS (Geoinformationssystem) ist ein System zur Erfassung, Verwaltung, Analyse und Darstellung räumlicher Daten. In der Infrastruktur verbindet es Fach- und Bestandsdaten mit der Karte und macht sie räumlich auswertbar.
- Gleisvermessung
- Gleisvermessung ist die Erfassung von Lage und Geometrie von Gleisen. Sie liefert die Grundlage für Instandhaltung, Bauplanung und die Beurteilung von Trassenlage und Lichtraum.
- GNSS
- GNSS (Globales Satellitennavigationssystem) ist der Oberbegriff für Systeme wie GPS und Galileo zur satellitengestützten Positionsbestimmung. Bei der Befahrung liefert es die Position des Messfahrzeugs und damit den Raumbezug der Daten.
- Grenzwertüberschreitung
- Eine Grenzwertüberschreitung ist das Überschreiten eines festgelegten Schwellenwerts, das eine Meldung oder Maßnahme auslöst. Im Bauwerksmonitoring dient sie als Alarmkriterium, um kritische Veränderungen rechtzeitig zu erkennen.
- Griffigkeit
- Griffigkeit ist das Maß für den Reibungswiderstand zwischen Reifen und Fahrbahnoberfläche. Sie ist sicherheitsrelevant, weil sie den Bremsweg beeinflusst, und gehört zu den bei der ZEB gemessenen Zustandsgrößen.
- H
- Hauptprüfung
- Die Hauptprüfung ist die umfassende Prüfung eines Ingenieurbauwerks nach DIN 1076, in der Regel alle sechs Jahre. Sie erfolgt handnah an allen Bauteilen und bildet die Grundlage für die Bewertung von Stand- und Verkehrssicherheit.
- Historisierung
- Historisierung ist die dauerhafte Speicherung früherer Datenstände, sodass Veränderungen nachvollziehbar bleiben. Sie erlaubt Vorher-Nachher-Vergleiche, Trendauswertungen und den Nachweis, wie ein Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt war.
- Höhenmodell
- Ein Höhenmodell ist die digitale Darstellung der Geländehöhen, meist als digitales Geländemodell (DGM). Es ist Grundlage für Analysen zu Gefälle, Entwässerung und für die räumliche Auswertung von Infrastruktur.
- Homogenisierung
- Homogenisierung ist die Vereinheitlichung von Daten aus unterschiedlichen Quellen zu einem konsistenten Bestand. Sie beseitigt abweichende Formate, Bezugssysteme und Strukturen und macht Daten überhaupt erst gemeinsam auswertbar.
- I
- IMU
- Eine IMU (inertiale Messeinheit) besteht aus Beschleunigungs- und Drehratensensoren und misst Bewegung und Lage eines Fahrzeugs. Sie stützt die Positionsbestimmung, wenn das Satellitensignal kurzzeitig fehlt, etwa in Tunneln.
- Ingenieurbauwerk
- Ein Ingenieurbauwerk ist ein technisch anspruchsvolles Bauwerk im Zuge von Verkehrswegen, etwa Brücke, Tunnel, Stützwand oder Durchlass. Solche Bauwerke unterliegen besonderen Prüf- und Überwachungspflichten nach DIN 1076.
- Ingenieurbüros und Dienstleister
- Ingenieurbüros und Dienstleister brauchen saubere, weiterverarbeitbare Geodaten als Arbeitsgrundlage. STRADIS liefert Erfassung, Homogenisierung und Visualisierung und gibt die Daten über offene Schnittstellen anbieterunabhängig weiter.
- Inventarisierung
- Inventarisierung ist die vollständige Erfassung und Katalogisierung von Objekten und Ausstattung eines Netzes. Sie schafft einen belastbaren Überblick über den Bestand als Grundlage für Unterhaltung und Bewertung.
- K
- Kalibrierung
- Kalibrierung ist der Abgleich von Sensoren auf bekannte Referenzen, damit Messwerte genau und über die Zeit vergleichbar bleiben. Ohne regelmäßige Kalibrierung driften Messgrößen und die Datenqualität sinkt.
- Kataster
- Ein Kataster ist ein amtliches, flächendeckendes Verzeichnis von Grundstücken oder Anlagen. Es schafft eine verlässliche, nachweisfähige Datenbasis, die sich mit Infrastrukturdaten verknüpfen lässt.
- Kilometrierung
- Kilometrierung ist die durchgehende Längenmarkierung einer Strecke als Bezug für die Verortung. Zusammen mit dem Netzbezug erlaubt sie, Objekte und Zustände eindeutig einer Position im Netz zuzuordnen.
- Kommunen und Landkreise
- Kommunen und Landkreise sind Träger großer Straßen- und Wegenetze. STRADIS erfasst, prüft und pflegt deren Bestand und schafft so die Grundlage für Unterhaltung, Priorisierung und den Nachweis der Verkehrssicherungspflicht.
- Konvertierung
- Konvertierung ist die Umwandlung von Daten in ein anderes Format zur Weiterverarbeitung. Sie stellt sicher, dass erfasste Daten in die vorhandenen Systeme des Auftraggebers, etwa ein GIS, importiert werden können.
- Koordinatensystem
- Ein Koordinatensystem ist das Bezugssystem für Lageangaben; in Deutschland meist ETRS89 mit UTM-Abbildung. Es sorgt dafür, dass Messdaten verschiedener Quellen räumlich zusammenpassen.
- Kreisstraße
- Eine Kreisstraße ist eine Straße in der Baulast des Landkreises und verbindet Orte innerhalb der Region. Für ihre Erfassung, Zustandsbewertung und Fortführung ist der Kreis als Baulastträger zuständig.
- L
- Länder und Straßenbauverwaltungen
- Länder und Straßenbauverwaltungen verwalten große Netze nach ASB und SIB. STRADIS liefert ihnen geprüfte, homogenisierte Daten und übernimmt auf Wunsch Fortführung und Hosting anbieterunabhängig.
- Landesstraße
- Eine Landesstraße ist eine Straße in der Baulast des jeweiligen Bundeslandes und dient dem überörtlichen Verkehr innerhalb des Landes. Erfassung und Fortführung erfolgen in der Regel nach ASB und SIB.
- Längsebenheit
- Längsebenheit beschreibt die Ebenheit der Fahrbahn in Fahrtrichtung. Unebenheiten mindern Fahrkomfort und Sicherheit; die Längsebenheit gehört daher zu den bei der ZEB erfassten Zustandsgrößen.
- Lärmschutzwand
- Eine Lärmschutzwand ist ein Bauwerk zur Minderung von Verkehrslärm entlang einer Strecke. Als Teil der Straßenausstattung wird sie im Bestand erfasst und im Zuge der Bauwerksprüfung kontrolliert.
- Laserscanner
- Ein Laserscanner ist ein Sensor, der per Laserpuls Entfernungen misst und Oberflächen als Punktwolke erfasst. In der Infrastrukturerfassung liefert er präzise, messbare 3D-Geometrie von Fahrbahn, Bauwerken und Umfeld.
- Lichtraumprofil
- Das Lichtraumprofil ist der freizuhaltende Raum um Gleis oder Fahrbahn, in dem keine Hindernisse liegen dürfen. Seine Erfassung stellt sicher, dass Fahrzeuge sicher und ohne Kollision verkehren können.
- LIDAR
- LIDAR ist ein Laserscanning-Verfahren, das Entfernungen über die Laufzeit von Laserpulsen misst und die Umgebung als dichte 3D-Punktwolke erfasst. In der Infrastrukturerfassung liefert es präzise, messbare Geometrie von Fahrbahn, Ausstattung und Umfeld.
- M
- Markierung
- Markierung bezeichnet die auf der Fahrbahn aufgebrachten Linien und Symbole zur Verkehrsführung. Als Teil der Straßenausstattung wird sie erfasst und ihr Zustand bewertet, weil sie sicherheitsrelevant ist.
- Messfahrzeug
- Ein Messfahrzeug ist ein mit Kameras und Sensoren ausgerüstetes Fahrzeug, das Infrastruktur während der Fahrt erfasst. Es nimmt Bild, Geometrie und Lage im fließenden Verkehr auf, ohne den Betrieb zu stören.
- Metadaten
- Metadaten sind beschreibende Daten über Daten, etwa Aufnahmezeitpunkt, Genauigkeit, Sensor und Quelle. Sie machen erfasste Daten nachvollziehbar, prüfbar und langfristig nutzbar.
- N
- Nebenanlagen
- Nebenanlagen sind die zur Straße gehörenden Anlagen abseits der Fahrbahn, etwa Geh- und Radwege, Parkflächen und Böschungen. Sie werden im Bestand mit erfasst, da auch für sie Unterhaltung und Verkehrssicherheit gelten.
- Netzbezug
- Netzbezug ist die Zuordnung von Daten zu einem definierten Abschnitt im Straßennetz. Er ist Grundlage dafür, Objekte und Zustände eindeutig und systemübergreifend zu verorten.
- Netzknoten
- Ein Netzknoten ist ein definierter Referenzpunkt im Straßennetz, etwa an Kreuzungen, zur eindeutigen Verortung von Abschnitten. Das Netzknotensystem bildet zusammen mit der Stationierung die Grundlage des Netzbezugs nach ASB.
- Nivellement
- Nivellement ist ein Höhenmessverfahren zur präzisen Bestimmung von Höhenunterschieden. Es dient als genaue Referenz, etwa zur Kontrolle von Setzungen an Bauwerken.
- O
- Oberleitung
- Die Oberleitung ist der stromführende Fahrdraht über der Strecke zur Versorgung elektrischer Fahrzeuge. Ihre Lage und ihr Zustand werden bei der Erfassung von Bahn- und ÖPNV-Anlagen mit dokumentiert.
- ÖPNV
- ÖPNV steht für den öffentlichen Personennahverkehr, etwa mit Straßenbahn, Stadtbahn und Bus. Seine Anlagen wie Gleise, Haltestellen und Tunnel lassen sich autonom im laufenden Betrieb erfassen.
- Orthophoto
- Ein Orthophoto ist ein maßstabsgetreues, entzerrtes Messbild, in dem sich Strecken und Flächen direkt messen lassen. Anders als ein normales Foto ist es lagerichtig und mit Geodaten kombinierbar.
- P
- Panoramabild
- Ein Panoramabild ist eine Weitwinkel- oder Rundumaufnahme des Straßenraums. Es gibt den Kontext einer Position wieder und ermöglicht die visuelle Prüfung von Zustand und Ausstattung.
- Passpunkt
- Ein Passpunkt ist ein Punkt mit bekannten Koordinaten, der zur Georeferenzierung von Mess- und Bilddaten dient. Passpunkte verankern erfasste Daten präzise im amtlichen Koordinatensystem.
- Priorisierung
- Priorisierung ist die Reihung von Maßnahmen nach Dringlichkeit und Wirkung anhand vergleichbarer Zustandsdaten. Sie sorgt dafür, dass begrenzte Erhaltungsmittel dort eingesetzt werden, wo der Nutzen am größten ist.
- Punktdichte
- Punktdichte ist die Anzahl der Messpunkte je Fläche in einer Punktwolke. Sie bestimmt den Detailgrad und damit, wie fein sich Objekte und Geometrie aus den Daten ableiten lassen.
- Punktwolke
- Eine Punktwolke ist eine Menge dreidimensionaler Messpunkte, die Oberflächen und Objekte räumlich abbilden. Sie entsteht meist aus Laserscanning und liefert messbare Geometrie als Grundlage für 3D-Modelle und Analysen.
- Q
- Querebenheit
- Querebenheit beschreibt die Ebenheit der Fahrbahn quer zur Fahrtrichtung. Sie dient unter anderem der Beurteilung von Spurrinnen und gehört zu den bei der ZEB erfassten Zustandsgrößen.
- R
- Rechenzentrum
- Ein Rechenzentrum ist ein gesicherter Standort für Betrieb und Speicherung von Daten. Beim Hosting von Infrastrukturdaten sorgt ein Rechenzentrum in Deutschland für eine sichere, DSGVO-konforme Bereitstellung.
- Referenzstation
- Eine Referenzstation ist eine fest verortete GNSS-Station, die Korrekturdaten für die präzise Positionierung liefert. Sie ist Grundlage für zentimetergenaue Verfahren wie RTK bei der Erfassung.
- Regelbetrieb
- Regelbetrieb bezeichnet den normalen Betrieb ohne Sperrung, in dem Aufnahmen im laufenden Verkehr erfolgen. So lässt sich Infrastruktur erfassen, ohne Fahrpläne oder Verkehrsfluss zu unterbrechen.
- RFID
- RFID ist eine funkbasierte Kennzeichnungstechnik, mit der sich Anlagen eindeutig identifizieren und verorten lassen. In der Infrastruktur verknüpft sie physische Objekte mit ihrem digitalen Datensatz.
- Risserfassung
- Risserfassung ist die Aufnahme und Klassifizierung von Rissen in der Fahrbahnoberfläche. Sie ist Teil der Zustandserfassung und liefert Hinweise auf Substanzschäden und den Erhaltungsbedarf.
- Rollen und Rechte
- Rollen und Rechte bezeichnen die Zugriffssteuerung, die Nutzern je nach Aufgabe unterschiedliche Funktionen und Sichten zuweist. In einem WebClient sorgt ein Rollenkonzept dafür, dass jede Nutzergruppe nur das sieht und bearbeitet, was sie benötigt.
- RTK
- RTK (Real Time Kinematic) ist ein satellitengestütztes Verfahren, das mithilfe von Korrekturdaten zentimetergenaue Positionen in Echtzeit liefert. Es ist Grundlage für die präzise Verortung bei der Erfassung.
- S
- Schadenskataster
- Ein Schadenskataster ist eine strukturierte Sammlung erfasster Schäden mit Ort, Art und Ausmaß. Es macht Mängel nachvollziehbar, unterstützt die Priorisierung und dient als Nachweis für die Verkehrssicherungspflicht.
- Schnittstelle
- Eine Schnittstelle ist eine definierte Verbindung, über die Systeme Daten austauschen, häufig als API. Offene Schnittstellen halten Daten anbieterunabhängig und ermöglichen die Weiterverarbeitung in vorhandenen Systemen.
- Schutzplanke
- Eine Schutzplanke ist eine passive Schutzeinrichtung am Fahrbahnrand, die Fahrzeuge im Fall des Abkommens zurückhält. Als Teil der Straßenausstattung wird sie im Bestand erfasst und ihr Zustand bewertet.
- Sensorik
- Sensorik ist die Gesamtheit der Messsensoren, die bei der Erfassung Bild, Geometrie und Lage aufnehmen, etwa Kameras, Laserscanner, GNSS und IMU. Ihr Zusammenspiel bestimmt Umfang und Genauigkeit der Daten.
- SIB
- Die SIB (Straßeninformationsbank) ist die zentrale Datenbasis für Bestand und Zustand von Straßen in Deutschland. Sie wird nach der ASB geführt und bildet die Grundlage für Verwaltung, Erhaltung und Auswertung der Netze.
- Spurrinne
- Eine Spurrinne ist eine Längsverformung in der Fahrbahn, die durch wiederholte Radlasten entsteht. Sie beeinträchtigt Fahrsicherheit und Entwässerung und wird über die Querebenheit erfasst.
- Stationierung
- Stationierung ist die längenbezogene Verortung entlang einer Strecke, meist in Metern ab einem Bezugspunkt. Zusammen mit dem Netzknotensystem stellt sie den eindeutigen Netzbezug von Objekten her.
- Straßenausstattung
- Straßenausstattung umfasst alle Objekte am Verkehrsweg, etwa Schilder, Leitpfosten, Schutzplanken und Markierungen. Ihre Erfassung ist Grundlage für Unterhaltung, Verkehrssicherheit und Inventarisierung.
- Straßenbahn und ÖPNV
- Straßenbahn und ÖPNV bezeichnen Verkehrsbetriebe mit Gleisen, Haltestellen und Tunneln. STRADIS nimmt diese Anlagen autonom im laufenden Betrieb auf, ohne Streckensperrung, inklusive Blitztechnik für Tunnel.
- Straßenkataster
- Ein Straßenkataster ist ein strukturiertes Verzeichnis aller Straßen eines Trägers mit Lage, Zustand und Ausstattung. Es schafft Überblick und Nachweisfähigkeit und ist Grundlage für Erhaltungsplanung und Verkehrssicherungspflicht.
- Stützbauwerk
- Ein Stützbauwerk ist eine Konstruktion, die Gelände oder Verkehrsweg gegen Abrutschen sichert, etwa eine Stützmauer. Als Ingenieurbauwerk unterliegt es den Prüfpflichten nach DIN 1076.
- Substanzwert
- Der Substanzwert ist eine Kennzahl für den baulichen Zustand der Straßensubstanz. Zusammen mit dem Gebrauchswert bildet er die Grundlage der Zustandsbewertung und der Ableitung des Erhaltungsbedarfs.
- T
- Tachymeter
- Ein Tachymeter ist ein Vermessungsgerät zur gleichzeitigen Messung von Winkeln und Strecken. Es liefert hochgenaue Einzelpunktmessungen, etwa für Kontroll- und Referenzmessungen.
- Trajektorie
- Die Trajektorie ist die berechnete Fahrspur des Messfahrzeugs als Bezug für die Verortung der Daten. Sie entsteht aus GNSS- und IMU-Daten und ordnet jeder Aufnahme ihre genaue Position zu.
- Trendauswertung
- Trendauswertung ist die Analyse von Messwerten über die Zeit, um Entwicklungen früh zu erkennen. Sie stützt sich auf historisierte Datenstände und hilft, Maßnahmen vorausschauend zu planen.
- Turnus
- Turnus ist der feste zeitliche Abstand wiederkehrender Erfassungen oder Prüfungen. Feste Turnusse sichern Vergleichbarkeit über die Zeit und die Einhaltung gesetzlicher Prüfpflichten.
- V
- Verkehrsdaten
- Verkehrsdaten sind Daten zu Verkehrsmengen und -abläufen, etwa Zählungen und Belastungen. Sie sind Grundlage für die Bewertung von Netzen und für Entscheidungen zu Erhaltung und Ausbau.
- Verkehrssicherungspflicht
- Die Verkehrssicherungspflicht ist die Pflicht des Baulastträgers, Wege und Anlagen in verkehrssicherem Zustand zu halten und dies zu dokumentieren. Regelmäßig erfasste Zustandsdaten dienen als Nachweis, dass dieser Pflicht nachgekommen wurde.
- Verkehrszeichen
- Ein Verkehrszeichen ist ein amtliches Zeichen zur Regelung des Verkehrs. Als Teil der zu erfassenden Straßenausstattung werden Standort, Art und Zustand von Verkehrszeichen dokumentiert.
- Vermessung
- Vermessung ist die Bestimmung von Lage, Höhe und Geometrie von Objekten im Raum. Sie liefert den präzisen Raumbezug, auf dem verlässliche Infrastruktur- und Bestandsdaten aufbauen.
- Verortung
- Verortung ist die Zuordnung erfasster Objekte zu einer geografischen Position oder Stationierung. Sie stellt sicher, dass jedes Objekt eindeutig im Netz und in der Karte auffindbar ist.
- W
- WebClient
- Der WebClient ist das browserbasierte Auskunftssystem von STRADIS, das Bild, Karte und Fachdaten ohne Installation bereitstellt. Über Rollen und Rechte greifen viele Nutzergruppen auf denselben, stets aktuellen Datenstand zu.
- Weiche
- Eine Weiche ist ein Gleisbauteil, das Schienenfahrzeuge von einem Gleis auf ein anderes führt. Ihre Lage und ihr Zustand werden bei der Erfassung von Gleisanlagen mit dokumentiert.
- Widmung
- Widmung ist der rechtliche Akt, der eine Fläche zur öffentlichen Straße bestimmt oder ihre Einstufung ändert. Sie legt fest, welchem Baulastträger eine Straße zugeordnet ist, und ist bei der Fortführung von Beständen zu berücksichtigen.
- Z
- ZEB
- Die ZEB (Zustandserfassung und -bewertung) ist das standardisierte Messverfahren für den Zustand der Straßenoberfläche in Deutschland. Sie erfasst Größen wie Ebenheit, Griffigkeit und Substanz und übersetzt sie in vergleichbare Zustandsnoten.
- ZTV ZEB-StB
- Die ZTV ZEB-StB ist das technische Regelwerk, das Messgrößen und Bewertung der ZEB festlegt. Sie sorgt dafür, dass Zustandsdaten bundesweit einheitlich erfasst und vergleichbar bewertet werden.
- Zustandserfassung
- Zustandserfassung ist die systematische Aufnahme des Ist-Zustands von Straße oder Bauwerk. Sie liefert die Datengrundlage für Bewertung, Erhaltungsplanung und den Nachweis der Verkehrssicherungspflicht.
- Zustandsnote
- Eine Zustandsnote ist eine aus Messwerten abgeleitete Kennzahl, die den Zustand vergleichbar bewertet. Bei der ZEB fasst sie Einzelgrößen zu einer Note zusammen und macht Netze und Abschnitte vergleichbar.
Kurzdefinitionen zur Orientierung, keine Rechtsberatung. Stand: 2026.