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Mobile Mapping: Infrastruktur im Fahren erfassen

Mobile Mapping ist die mobile Erfassung der Umgebung aus einem fahrenden Träger mit Kameras, Laserscannern und Positionssensorik. In einem Durchgang entstehen georeferenzierte Bilddaten und Punktwolken. Es eignet sich, um Straßen, Schienen und deren Ausstattung effizient und im laufenden Betrieb aufzunehmen.

Was ist Mobile Mapping?

Mobile Mapping bezeichnet die kinematische Erfassung der Umgebung von einem bewegten Träger aus - meist einem Fahrzeug, aber auch Schienenfahrzeug oder Boot. Während der Fahrt nehmen mehrere Sensoren gleichzeitig auf und werden über eine gemeinsame Zeit- und Positionsreferenz verknüpft. Das Ergebnis sind lagegenaue Bild- und Geometriedaten eines ganzen Streckenzugs, ohne die Strecke sperren zu müssen.

Welche Sensoren zum Einsatz kommen

Ein Mobile-Mapping-System kombiniert typischerweise mehrere Sensoren:

  • Kameras, oft 360 Grad, für georeferenzierte Bilddaten
  • Laserscanner (Lidar) für 3D-Punktwolken
  • GNSS für die absolute Position
  • Inertiale Messeinheit (IMU) und Odometrie für Lage und lückenlose Verortung

Was sich erfassen lässt

Aus den Daten lassen sich Fahrbahn, Ausstattung, Beschilderung, Markierung, Bäume, Bauwerke und Nebenanlagen dokumentieren und vermessen. Bilddaten liefern den sichtbaren Zustand und ermöglichen die Objekterkennung, Punktwolken die exakte Geometrie für Höhen, Breiten und Profile. Damit ist Mobile Mapping eine Grundlage für Straßen- und Bahnkataster, Zustandsdokumentation und Bauwerksdaten.

Genauigkeit und Grenzen

Die erreichbare Genauigkeit hängt von der Sensorik und vor allem von der Qualität der Positionslösung ab. In offenem Gelände mit gutem GNSS-Empfang sind hohe Genauigkeiten möglich; in Tunneln, engen Straßenschluchten oder unter dichtem Bewuchs stützt die Inertialmessung die Verortung. Eine saubere Nachbearbeitung und Referenzierung ist entscheidend für belastbare Ergebnisse.

Einsatz auf Straße und Schiene

Für die Deutsche Bahn erfasst STRADIS mit ausgerüsteten Fahrzeugen jährlich große Mengen an Streckenbildern, die verortet, anonymisiert und für das Bildinformationssystem bereitgestellt werden. Für das Land Salzburg wird das Straßennetz in wiederkehrenden Epochen befahren und im WebClient historisiert. Beide Beispiele zeigen Mobile Mapping im Dauerbetrieb - auf Schiene und Straße.

Häufige Fragen

Was ist Mobile Mapping?

Mobile Mapping ist die Erfassung der Umgebung aus einem fahrenden Träger mit Kameras, Laserscannern und Positionssensorik. In einem Durchgang entstehen georeferenzierte Bilddaten und 3D-Punktwolken einer Strecke, ohne dass sie gesperrt werden muss.

Welche Sensoren nutzt Mobile Mapping?

Typisch sind 360-Grad-Kameras für Bilddaten, Laserscanner (Lidar) für Punktwolken sowie GNSS, eine inertiale Messeinheit und Odometrie für die genaue und lückenlose Verortung.

Wie genau ist Mobile Mapping?

Die Genauigkeit hängt von Sensorik und Positionslösung ab und reicht bei guten Bedingungen in den Zentimeterbereich. In Tunneln oder engen Straßen stützt die Inertialmessung die Position; entscheidend sind Referenzierung und Nachbearbeitung.

Wofür wird Mobile Mapping eingesetzt?

Für Straßen- und Bahnkataster, Zustandsdokumentation, Ausstattungs- und Bauwerksdaten sowie als Grundlage für Verkehrssicherungspflicht und Planung. Es liefert zugleich Bilddaten zum Erkennen und Punktwolken zum Messen.

Was ist der Unterschied zwischen Mobile Mapping und Laserscanning?

Laserscanning bezeichnet die Erfassung mit einem Laserscanner - stationär oder mobil. Mobile Mapping ist der bewegte, sensorübergreifende Ansatz, der Laserscanning meist mit Kameras und Positionssensorik zu einem verorteten Gesamtdatensatz kombiniert.

TH
Geschäftsführung, M.Eng.

Verbindet Vermessung, Sensorik und Software und begleitet Projekte von der Befahrung bis zum WebClient.

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Aktualisiert am 17.07.2026. Keine Rechtsberatung.

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